Krise gemeinsam gemeistert

„Zusammenhalt. Vertrauen. Offene Information“ – so hat das Kolpinghaus Bregenz die Corona-Krise im Großen und Ganzen sehr gut überstanden. „Wir waren trotz der rasanten Entwicklung sehr gut auf den Lockdown vorbereitet“, ziehen Geschäftsführer Bertram Bolter und Betreuungsleiter Christoph Wüschner rückblickend eine positive Bilanz.

So wurden bereits frühzeitig Masken bestellt, Medikamente geordert und notwendige Maßnahmen für einen reibungslosen Vollbetrieb getroffen. „Wir haben etwa eine Woche vor dem Lockdown einen Krisenstab mit Mitgliedern aus Verwaltung, Betreuung und Küche gebildet“, so Geschäftsführer Bertram Bolter. In diesem Krisenstab sind alle wichtigen Fragen auf kurzem Weg geklärt worden. „Somit hat jeder gewusst, was zu tun ist.“

Durch eine offene und transparente Kommunikation sowohl mit den knapp 40 Mitarbeitern, als auch mit den 90 Hausbewohnern, habe sich schnell gezeigt, wie groß der Zusammenhalt ist“, freut sich auch Betreuungsleiter Christoph Wüschner. „Das Vertrauen, welches wir in den vergangenen Jahren geschaffen habe, hat sich jetzt ausbezahlt.“ Denn die notwendigen Einschränkungen (Besuchsverbote, strikte Hygienemaßnahmen, etc.) seien von den Bewohnern sehr gut aufgenommen worden.

Vollbetrieb sicherstellen

Durch das Aufteilen und Bilden einzelner Mitarbeiter-Teams hätte das Kolpinghaus auch im Falle eines positiven Covid-19-Falles den Betrieb weiter aufrechterhalten können. „Wir haben unseren Krisenplan ständig adaptiert und den aktuellen Ereignissen angepasst. Damit war es uns auch möglich, die medizinische Versorgung im Sinne einer hausärztlichen Betreuung genauso aufrecht zu erhalten, wie die Wundversorgung.“

Dennoch hat die Corona-Zeit auch im Kolpinghaus Bregenz ihre Spuren hinterlassen. „Wir nehmen die Krise zum Anlass, unsere Notfall-Pläne weiter zu überdenken und zu adaptieren. Wenngleich alles im Großen und Ganzen sehr gut funktioniert hat und wir glücklicherweise von einem positiven Fall verschont geblieben sind, gilt es jetzt, die bisherigen Schutzmaßnahmen selbstkritisch zu hinterfragen und für künftige Szenarien anzupassen“, so Bolter und Wüschner abschließend.

Kolping Bregenz